Warum bin ich Freie Lektorin?
Mein beruflicher Werdegang in der Buchbranche begann mit einem Verlagspraktikum, danach folgte eine Anstellung als Werkstudentin. Ich habe dort überwiegend gute Erfahrungen gemacht und denke gerne an die Zeit im Verlag zurück. Warum habe ich also nach dem Studium keine Verlagsanstellung gesucht?
Die Antwort liegt in der Berufsbeschreibung: Ich bin Freie Lektorin. Das bedeutet, dass ich nicht an einen einzigen Verlag und sein Programm gebunden bin; das bedeutet, dass ich Selfpublisher*innen genauso unterstützen kann wie Verlagsautor*innen; und das bedeutet, dass ich die Freiheit habe, meine Projekte und Zusammenarbeiten nach meinen Vorlieben und Kriterien auszusuchen.
Diese Freiheit fordert natürlich ihren Preis, nämlich die Sicherheit einer Festanstellung, aber das nehme ich gerne in Kauf für die Abwechslung und Kontrolle über meinen Alltag, die mir die Selbstständigkeit schenkt. Um einige der Nachteile, wie das „Arbeiten im stillen Kämmerchen“, auszugleichen, bin ich außerdem Mitglied im VFLL. So habe ich schon eine ganze Menge Kolleg*innen kennengelernt, mit denen ich mich über alles Mögliche unterhalten und mit denen ich einen stetigen beruflichen Austausch aufrechterhalten kann.
Ich bin Freie Lektorin und genieße den Beruf mit all seinen Vor- und Nachteilen.

